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TARGETING

Die Kunst der optimalen Anzeigenschaltung

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Wer sich regelmäßig im Netz aufhält, kennt es: Kaum haben wir im Internet zu einem bestimmten Thema oder nach einer Ware recherchiert, tauchen wie von Geisterhand die passenden Werbeanzeigen auf und verfolgen uns in den kommenden Tagen und Wochen. „Targeting“ heißt das Zauberwort – eine effektive Methode für Werbetreibende, ihre Botschaften an die richtige Zielgruppe zu übermitteln, sprich: den richtigen Lead zur richtigen Zeit am richtigen Ort abzuholen.

Beim Targeting geht es darum, gezielt potenzielle Kunden anzusprechen, indem man ihre spezifischen Eigenschaften, Interessen und Verhaltensweisen berücksichtigt. Dieser Ansatz ermöglicht es Unternehmen, ihre Werbebudgets effizient einzusetzen, da sie ihre Botschaften nur an Personen richten, die ein hohes Potenzial für Interesse und Kaufbereitschaft aufweisen.

Das Konzept dieser Methode bezieht sich im Allgemeinen auf die Auswahl und Platzierung von Werbeanzeigen auf bestimmten Plattformen oder in bestimmten Umgebungen, um den gewünschten Personenkreis anzusprechen. Eine der bekanntesten Methoden des Targetings ist die Bannerschaltung. Werbetreibende nutzen Banneranzeigen, um ihre Produkte oder Dienstleistungen auf Websites, mobilen Apps oder Social Media-Plattformen zu bewerben. Durch das gezielte Schalten von Bannern an relevanten Orten können sie sicherstellen, dass ihre Anzeigen von potenziellen Kunden gesehen werden.

Welche Vorteile bietet Targeting?

Ein zentraler Vorteil des Targetings besteht darin, dass Firmen oder Organisationen ihre Zielgruppe präzise definieren und so den sogenannten Streuverlust minimieren können. Streuverlust bezeichnet den Anteil der Werbebotschaften, der an Personen gerichtet ist, die kein Interesse an dem beworbenen Produkt oder der Dienstleistung haben. Durch das gezielte Targeting können Werbetreibende ihre Anzeigen so veröffentlichen, dass sie nur von Personen gesehen werden, die wahrscheinlich an ihren Angeboten interessiert sind. Dies erhöht die Effektivität der Werbekampagnen und maximiert die Wahrscheinlichkeit, dass potenzielle Kunden auf die Anzeigen reagieren.

Um die T-Methode perfekt umzusetzen, nutzen Unternehmen spezialisierte Targeting-Tools wie Ad-Server. Ein Ad-Server ist ein System, das dabei hilft, Anzeigen zu verwalten, zu optimieren und auszuliefern. Es ermöglicht, verschiedene Optionen die Zielgruppenansprache festzulegen und die Leistung ihrer Kampagnen in Echtzeit zu überwachen. Mit einem Ad-Server können Werbetreibende beispielsweise regionales Targeting durchführen, um ihre Anzeigen nur in bestimmten geografischen Gebieten zu platzieren. Dies ist besonders nützlich für Unternehmen, die lokal oder regional tätig sind und ihre Werbung auf einen begrenzten Kundenkreis konzentrieren möchten.

Welche Targeting-Methoden gibt es?

Neben dem regionalen Targeting gibt es eine Vielzahl weiterer Maßnahmen. Einige davon möchten wir hier vorstellen:

Keyword Targeting ist eine gängige Methode, bei der Werbeanzeigen basierend auf bestimmten Schlüsselwörtern platziert werden. Wenn ein Nutzer nach einem bestimmten Begriff sucht oder eine Webseite besucht, die mit diesem Keyword zusammenhängt, wird ihm die entsprechende Werbung angezeigt. Dies ermöglicht es den Werbetreibenden, ihre Anzeigen gezielt an Nutzer auszuspielen, die sich für ein bestimmtes Thema interessieren.

Kontext Targeting basiert auf dem Inhalt der Webseite oder des Artikels, auf dem die Anzeige geschaltet wird. Hierbei wird analysiert, um welches Thema es sich handelt und welche Keywords oder Schlüsselwörter darin vorkommen. Anhand dieser Informationen wird die passende Werbung ausgewählt und angezeigt. Kontext Targeting ermöglicht es also, Anzeigen mit relevantem Inhalt zu präsentieren und so die Aufmerksamkeit der entsprechenden Zielgruppe zu gewinnen.

Behavioral Targeting ist eine Form, bei der das Verhalten der Nutzer im Internet analysiert wird, um deren Interessen und Vorlieben zu ermitteln. Dabei werden Daten wie besuchte Webseiten, Klickverhalten oder Suchanfragen ausgewertet. Anhand dieser Informationen können gezielte Werbeanzeigen ausgespielt werden, die den individuellen Interessen und Bedürfnissen der Nutzer entsprechen. Behavioral Targeting ermöglicht es den Werbetreibenden, ihre Botschaften genau dort zu platzieren, wo die Wahrscheinlichkeit einer positiven Reaktion am höchsten ist.

Semantisches Targeting berücksichtigt die Bedeutung und den Kontext von Wörtern, um passende Werbeanzeigen zu schalten. Dabei werden semantische Technologien eingesetzt, um den Inhalt einer Webseite oder eines Artikels zu analysieren und mit den Werbeinhalten abzugleichen. Dadurch können die Anzeigen genau auf die Themen und Bedürfnisse der Nutzer abgestimmt werden. Semantisches Targeting ermöglicht es, Botschaften in einem relevanten Kontext zu präsentieren und somit die Aufmerksamkeit der Zielgruppe zu erhöhen.

Re-Targeting ist eine effektive Methode, um Nutzer erneut anzusprechen, die bereits Interesse an einem Produkt oder einer Dienstleistung gezeigt haben. Dabei werden Cookies oder ähnliche Technologien verwendet, um das Nutzerverhalten zu verfolgen und gezielte Anzeigen auszuspielen. Wenn ein Nutzer beispielsweise eine Webseite besucht hat, aber keinen Kauf getätigt hat, können ihm später Anzeigen für genau dieses Produkt oder diese Dienstleistung angezeigt werden. Re-Targeting ermöglicht es den Unternehmen, potenzielle Kunden erneut anzusprechen und den Kaufabschluss zu fördern.

CRM-Targeting (CRM = Customer Relationship Management) nutzt bereits vorhandene Kundendaten, um gezielte Werbebotschaften an bestehende Kunden oder potenzielle Käufer bzw. Klienten zu senden. Durch die Nutzung von CRM-Daten können Firmen individuelle Kundenprofile erstellen und deren Bedürfnisse und Präferenzen besser verstehen. Diese Informationen ermöglichen es, personalisierte Inhalte und Angebote zu erstellen, die auf die spezifischen Interessen und Kaufgewohnheiten der Kunden abgestimmt sind. CRM-Targeting hilft Unternehmen, ihre Kundenbindung zu stärken, die Kundenzufriedenheit und damit letztendlich den Umsatz zu steigern.

Die diversen Methoden des Targetings begegnen uns also täglich, sobald wir uns online bewegen – wir können uns ihnen kaum entziehen, finden sie gegebenenfalls sogar nützliche bei unserer individuellen Suche nach Waren oder Dienstleistungen. Für Unternehmen hat sich diese Marketingmaßnahme als wertvolles Instrument erwiesen, um gezieltes Marketing in einer zunehmend personalisierten und datengesteuerten Welt umzusetzen.

Verfasst von: Ulrike Molitor

Cover: Envato / iLixe48
Foto: Adobe Stock / peshkova

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